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"Promillefahrt mit Folgen" - was sie für die MPU nicht brauchen!

"Offene Worte von Betroffenen und Fachleuten zu MPU-Büchern, "MPU-Beratungsadressen" oder ähnlichen Unterlagen"

[Beurteilung der MPU-Beratungsadresse Peter A., u.a. Limburg/Lahn, Mainz, Koblenz, Wiesbaden, Saarbrücken, Offenbach, Frankfurt/M., Mannheim, Ludwigshafen, Nürnberg, Stuttgart]

E-Mail eines MPU-Betroffenen an den BAF e.V. vom 04 Juni 2003:

Zitat:
Sehr geehrte Frau Liebs, ich bin erst jetzt auf Ihre Internet-Seite gestoßen. Habe schon im Jahr 2000 Ihr Buch "Promillefahrt mit Folgen" gekauft. Bin selbst Betroffener und habe erst nun im Mai 2003 meine 3. (!) MPU bestanden mit der Auflage, einen Nachschulungskurs nach § 70 FeV zu absolvieren.

Auf Ihrer Internet-Seite warnen Sie vor Abzockern. Ich selbst bin da auf einen getroffen, der in Ihrem Buch auf Seite 160 aufgeführt ist."

(Zwischenbemerkung C. Liebs/04.06.03: Leider ist im Buchanhang meiner alten Auflage aus dem Jahr 2000 ein großer Anhang mit u.a. auch vielen MPU-Beratungsadressen. In der Neuauflage vom Dezember 2001 wurde dieser Anhang bis auf die Beiräte des BAF e.V. ersatzlos gestrichen. Im Anhang aus dem Jahr 2000 waren viele seriöse und empfehlenswerte Adressen, aber leider auch einige, die - um es vorsichtig auszudrücken - mangels anerkannter Qualifikation, keinesfalls empfehlenswert sind!!)

"Der Mann ist bestimmt nicht unfähig, aber er verfügt eben nicht über die nötige Qualifikation. Nach meiner ersten (negativen) und vor meiner zweiten MPU habe ich bei Peter A. 8 Doppelstungen à 1,5 Stunden für jeweils € 160.-- absolviert; zusätzlich für ca. € 400.-- habe ich an einem Kurs auf dem Nürburgring teilgenommen. (Gesamtpreis für die Beratung des Herrn Peter A. somit: € 1.680.--)

Beide Aktivitäten wurden mir auch durch Schriftstücke für die MPU bestätigt. Auf Empfehlung des Herrn Peter A. bin ich dann zur Begutachtung nach Koblenz gegangen. Als ich dort angetreten bin, hat man nicht ganz nachvollziehen können, warum ich von so weit her anreise. Im Gespräch mit dem Psychologen der Gutachtenstelle habe ich dann o.g. Schriftstücke vorgelegt.

Das Gutachten war natürlich negativ und mir wurde empfohlen, mich an eine anerkannte, qualifizierte Beratungsstelle zu wenden. Man riet mir, nur zu Psychologen zu gehen, die den Abschluß eines Hochschulstudiums als Dipl.-Psychologen nachweisen können und möglichst über eine verkehrspsychologische Zusatzausbildung verfügen.

Auf den Nenner gebracht: Ich war bei Herrn Peter A. in Limburg in einer "Schule" beim falschen Lehrer!

Dadurch habe ich viel Geld und vor allem Zeit verloren!

Ich möchte mit diesem Schreiben an Sie andere vor nicht empfehlenswerten Beratungsstellen warnen, auch wenn es mir persönlich nicht mehr viel nützt. Es gibt da unendlich viel zu tun, um Betroffenen zu helfen.

 

S.Z. (per Mail an zentrale@baf-ev.de am 04. Juni 2003, 7.54 Uhr - aus Datenschutzgründen anonym veröffentlicht.

 

[Beurteilung der Unterlagen Dr. Weiß, Anzeige
in der ADAC Motorwelt unter „Verschiedenes“]

„MPU-Tipps Dr. Weiß“ für 75 (!) Euro
Dr. Weiß (wer immer das ist) trifft unter anderem mit folgenden Texten im Internet auf:

Zitat:
Ein Wegweiser durch den Dschungel der Medizinisch-psychologischen Untersuchung nach Alkoholauffälligkeit
Unter der Voraussetzung, dass Sie nicht auf den Kopf gefallen sind, ist deshalb eine erfolgreiche Vorbereitung auch ohne kostspielige psychologische Schulungen möglich!

Das Ihnen hier angebotene Informationsmaterial stellt auf 50 Seiten die "Begutachtungsrichtlinien zur Kraftfahrereignung" vor und gibt Antworten auf immer wieder gestellte Fragen sowie wertvolle Tipss, bei deren konsequenter Beachtung nichts mehr schiefgehen dürfte.

Im Bestellformular steht dann u.a. „Den Betrag in Höhe von 57,-- EURO (inkl. Versand) werde ich bei Lieferung per Nachnahme bezahlen.“

Achtung:
Per Nachnahme werden dann nicht 57.--, sondern 75.-- &euro kassiert!!!

Hier die Beurteilung dieses „Materials“ von BAF e.v.
Wir werden diese Unterlagen auch noch von MPU-Fachleuten beurteilen lassen.

Unseres Erachtens ist es wirklich unglaublich, wie mit Primitivinformationen dem Bürger das Geld aus der Tasche gezogen werden soll.

Es handelt sich um ein nicht sorgfältig hergestelltes, inhaltsloses Machwerk. Auf vielen Seiten sind einfach die "Begutachtungsrichtlinien zur Kraftfahrereignung" dargestellt, auf ca. weiteren 10 Seiten alle Adressen von MPU-Instituten.

--> Alle diese Unterlagen kann man sich weitaus günstiger beschaffen bzw. sind sie für betroffene Laien kaum hilfreich.

 

  
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